Stranded Goods

Ongoing Project

Stranded Goods 

Googelt man die Begriffe OCEAN und PLASTIC, ist man schnell bei dem Bild eines Albatros, der tot am Strand liegt: Ein hohler Schädel samt Schnabel, Knochen, ein paar Federn. Doch hauptsächlich: Buntes, undefinierbares Plastik, das sich im Magendarmtrakt des Vogels befunden haben muss. Das Bild ging um die Welt, geschossen hat es der Fotograph Chris Jordan. Es ist ein didaktisches Bild, das einen verfolgt und gruselt. Es zeigt die Welt, in der wir leben. Ein Vogel, der unbedarft Plastik frisst.

Die Serie Stranded Goods zeigt dasselbe Plastik, dem auch jener Albatros zum Opfer fiel, doch das, was tagtäglich an die Meeresküste gespült wird, sieht hier ganz anders aus. Plastik und sonstiger Meersabfall erscheinen durch das Arrangement nämlich so entfremdet, dass sie eher an Pinselstriche in einem minimalistischen Gemälde erinnern. Die vom Meer und der Strömung bearbeiteten Objekte verraten weder ihre Herkunft noch ihre ursprüngliche Funktion. Farbe und Form beherrschen hier stattdessen den Bildraum. Perspektiven bleiben unklar und das Licht wird zum Gegenstand an sich. Man sieht das Plastik und den Müll, wie man sie sonst nie sieht: In all ihrer Künstlichkeit.

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